La villa gallo-romaine

von Loupian, Dép. Hérault (F)

Begriffe: villa urbana und villa rustica

Eine villa urbana ist ein Landsitz, der vor allem als Wohnsitz eines wohlhabenden Römers und seiner Familie dient und weniger dem Broterwerb. Eine villa rustica ist dagegen ein regelrechter landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb, der oft von einem Verwalter (vilicus) geleitet wird.

Viele große Villen vereinten beides: Die römischen Agrarschriftsteller unterscheiden innerhalb eines Gutshofs die pars urbana (Herrenhaus) von der pars rustica (Wirtschaftsteil).

Die Villa von Loupian

Die Villa liegt am Nordufer des Étang de Thau in der ehemaligen Provinz Gallia Narbonensis. Sie war ein Weingut, dessen Geschichte sich über rund sechs Jahrhunderte verfolgen lässt. Erhalten sind die Reste des Herrenhauses mit dreizehn polychromen Mosaiken aus dem frühen 5. Jahrhundert n. Chr., die als Monument historique geschützt sind. Sie werden an ihrem ursprünglichen Ort unter einem Schutzbau gezeigt – in Frankreich eine Seltenheit.

Das Museum am Fundplatz wurde im Jahr 2000 eröffnet. In zwei Ausstellungsräumen erläutern Fundstücke und Modelle Geschichte und Betrieb des Landguts.

Adresse: Musée de site gallo-romain Villa-Loupian, Route Départementale 158 E4, 34140 Loupian

Links

Literatur

M. Lugand / C. Pellecuer: Villa Loupian. Une villa gallo-romaine en Narbonnaise. Guide du visiteur. 2007, 48 S.