In römischen Städten – auch in den Provinzen – gehörte es zum Standard, Brauch- und Regenwasser in meist unterirdischen Kanälen abzuleiten. Schon im antiken Rom gab es die Cloaca Maxima, die in den Tiber mündete. Gespeist und gespült wurden die Kanäle vor allem durch das Wasser der öffentlichen Laufbrunnen an den Straßen, das ständig in die Kanalisation abfloss.
Der Kölner Kanal verläuft im rechten Winkel von der Hohe Straße (cardo maximus) zum Rhein. Er ist gemauert; sein Gewölbe wurde über einem hölzernen Lehrgerüst ohne Mörtel aus keilförmig zugehauenen Steinen gesetzt, die sich gegenseitig abstützen. Auf dem rund 50 Meter langen begehbaren Abschnitt ist er zwischen 1,70 und 2,20 Meter hoch.
Der Abwasserkanal war nur vom Praetorium aus zugänglich.
Hinweis (Stand Oktober 2026): Wegen des Baus des MiQua ist der Kanal derzeit nicht zu besichtigen; künftig wird er Teil des Museumsrundgangs sein.


