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„Mit dem Fahrstuhl in die Römerzeit“*

Das Praetorium von Köln – mit Abwasserkanal und Mikwe. Eine Einführung in Bildern.

Porträtbüste der Agrippina der Jüngeren
Agrippina die Jüngere, geboren am 6. November 15 n. Chr. im Oppidum Ubiorum, dem späteren Köln. Nach ihr erhielt die Stadt 50 n. Chr. ihren Namen.

Köln (Colonia Claudia Ara Agrippinensium, CCAA) war von 50 n. Chr. bis ins 5. Jahrhundert das administrative und wirtschaftliche Zentrum Niedergermaniens. Auf einer hochwassersicheren Terrasse über dem Rhein hatten die Römer einen Siedlungsplatz der Ubier übernommen; mit der Erhebung zur Colonia im Jahr 50 n. Chr. begann die bis heute ununterbrochene Vormachtstellung der Stadt am Rhein.

Für das Praetorium, den Sitz des Statthalters, sind vier Bauperioden bekannt (vereinfacht):

Bau I
vor der Gründung der Colonia
Bau II
Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr.
Bau III
184/185 n. Chr.
Bau IV
wahrscheinlich 364 n. Chr., oder 392–394 n. Chr.

Hinweis (Stand Oktober 2026): Praetorium, Abwasserkanal und Mikwe sind derzeit Teil der Baustelle des „MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“ und nicht zu besichtigen. Laut Stadt Köln soll das Museum Ende Dezember 2028 in Betrieb gehen.

* Titel des Buches von Rudolf Pörtner, 1959.